Die Textilindustrie hat die kleine Stadt Wangen im Allgäu über 130 Jahre lang geprägt. Nach dem endgültigen Aus Mitte der 1990er Jahre steht das Gelände der ERBA-Spinnerei und -Weberei, abgesehen von einigen kleineren Zwischennutzungen, seit über zwanzig Jahren leer und ist mittlerweile in einem ruinösen Zustand. Eingebettet in die Planungen für die Landesgartenschau 2024, hat nun die Neugestaltung des Areals begonnen. Ein großer Teil der alten Fabrikanlagen wird abgerissen, einige Gebäude werden saniert und umgenutzt, Neubauten entstehen.

Im August 2017 wurden im Rahmen des Filmprojekts "ErBaLeben" Menschen porträtiert, deren Leben maßgeblich von der ERBA geprägt ist. Ein knappes Dutzend Wangener Jugendliche (allesamt lange nach der Schließung der Werke geboren) haben unter der Anleitung von zwei jungen Regisseuren einen dichten Kurzfilm voller interessanter Informationen und anrührender Geschichten produziert. Innerhalb von sechs Tagen ist es den Teilnehmer*innen gelungen, alles vorzubereiten, zu drehen und fertig zu schneiden.

Der Film wird im Rahmen des Kunst- und Kulturprojekts "FreiSpinnerei" (10.-24.9.2017) in alten Räumen des ERBA-Geländes öffentlich präsentiert.

Idee, Regie, Kamera, Schnitt, Postproduktion:
Susan Brauchle
Emma Diefenbach
Paul Diefenbach
Hanna Fischer
Jarno Fischer
Clemens Gleich
Greta Gleich
Moritz Jejkal
Leander Möller
Robert Schweiger
Finn Wagner

Dozenten:
Tarek Röhlinger, Philipp Hester

In Zusammenarbeit mit der Freien Waldorfschule Wangen e.V.
Gefördert von Jugendstiftung Baden-Württemberg

...einer der Filme, die im Rahmen des Jugendfilmworkshops ICH FILM DICH im März 2017 in Gaildorf entstanden sind.

Durchführung: Arvid Klapper (Dozent Kamera, Regie, Schnitt, Postproduktion)
Planung: Büro für Soziokultur, Thomas Huber, Schwäbisch Hall
Veranstalter: Stadtverwaltung Gaildorf, Öffentlichkeitsarbeit, Sunni Herzog
Jugendreferat Gaildorf, Pia Dahlinger

Dieses Jugendfilmprojekt wurde ermöglicht von:
Kinder-Medien-Land Baden Württemberg
Jugendstiftung Baden-Württemberg – „Im Netz. Vor Ort. Bei dir. Mach mit!“
LFK Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg
Stadtverwaltung Gaildorf

© Stadt Gaildorf 2017

Neu hier?!
Filmworkshop für Menschen mit Fluchterfahrung

Neu hier?! – unter diesem Motto fand im Oktober 2016 in Schwäbisch Hall ein Filmworkshop für Menschen mit Fluchterfahrung statt. Begleitet von einer jungen Regisseurin und einem Kameramann, drehten die Teilnehmer*innen mit professionellem Equipment kurze Filme über ihr Leben in einer neuen Welt. Anders als in anderen Medienprojekten mit Geflüchteten steht hier nicht die persönliche (Flucht-)Geschichte im Fokus, sondern die Orientierung im neuen Lebensumfeld.

Vom etwas anderen Rundgang durch Schwäbisch Hall über die Vorstellung von neuen Freund*innen bis zum kritischen Statement zu den eklatanten Defiziten des Asylverfahrens reicht die Bandbreite der Beiträge. Die sieben Filme fügen sich zu einem faszinierenden, kritischen und humorvollen Logbuch des Suchens, Entdeckens und Ankommen.

Der Filmworkshop wurde gefördert vom Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, dem Rotary Club Schwäbisch Hall und der Stadt Schwäbisch Hall.

Willkommen?
Gaildorfs Geschichte der Gastfreundschaft

In den Herbstferien 2016 setzte sich eine Gruppe von Jugendlichen (10 bis 14 Jahre) in der kleinen württembergischen Stadt Gaildorf mit dem Thema der Gastfreundschaft auseinander. Dabei spielten sowohl die Migrationsbewegungen vergangener Jahrzehnte als auch der gegenwärtige Zuzug von geflüchteten Menschen eine Rolle.

Die Teilnehmer*innen entschieden sich, das Thema sowohl dokumentarisch als auch fiktional zu bearbeiten. So entstanden mit professioneller Ausstattung ein etwa 20-minütiger Dokumentarfilm sowie ein kurzer Spielfilm.

Der Filmworkshop wurde gefördert vom Kinder-Medien-Land Baden-Württemberg, der Jugendstiftung Baden-Württemberg , der LFK Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg sowie der IG Metall Schwäbisch Hall.

NIKÉ Cargo Gallery

Seit Herbst 2016 machen wir Programm auf dem Kulturschiff NIKÉ Cargo Gallery, das auf Moldau und Elbe verkehrt. Wir koordinieren und konzipieren Projekte im deutsch-tschechischen Grenzraum und kümmern uns um Förderung auf EU-, Landes- und kommunaler Ebene.